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Expressionismus

Als Expressionismus wird eine Stilrichtung in der Bildenden Kunst verstanden, die sich als Gegenbewegung zum Naturalismus entstand. Bereits im 19. Jahrhundert waren die Vorboten einer allmählich aufkommenden Gegenbewegung zum Realismus und auch zum Naturalismus in der Malerei sowie der Grafik erkennbar. Zu den zeitgenössischen Vertretern dieser Kunstepoche zählen beispielsweise so bekannte Künstler wie van Gogh, Gauguin, Munch, Picasso, Rouault und Toulouse-Lautrec mit ihren Werken, die auf diese Weise betrachtet werden.

Transformationen im Expressionismus – Form und Farbe

Versteht man auch den Impressionismus als strikte Fortführung des Realismus mit anderen Stilmitteln, wird die Entwicklung einer Gegenbewegung deutlich, die eine freie Verwendung von Form und Farbe für die Bildkomposition zulassen. Etwas Neues musste her, das die Aussagen und Gefühlswelt des Künstlers mehr Ausdruck verlieh. Abgeleitet vom Lateinischen „expressio“ für Ausdruck, wurde die neue Stilrichtung Expressionismus genannt.

Der Expressionismus bedient sich dabei anderer Stilmittel und Ausdrucksformen, als der Impressionismus. Bei der Komposition eines Bildes werden Inhalte durch Symbole oder durch die Transformation in andere Formen und Farben ersetzt. Die Transformation und Symbolik kommt auch bei den Farben zum Tragen. Konturen werden zur Akzentuierung benutzt, aber auch weggelassen. Dadurch wird die Symbolik betont, Betonung wird durch die vielfältigen Möglichkeiten der Farbgestaltung und verwendete Technik hervorgehoben wird wie Formen transformiert und wiedergegeben. Form wird abstrahiert, die Farbe verstanden und stilistisch in den Vordergrund gesetzt.

Kunst und Künstler

Bedeutende Künstlervereinigungen wie die „Dresdner Brücke“ und die „Neue Künstlervereinigung München“, die aus „Der Blaue Reiter“ hervorging, entstanden im aufkommendem 20. Jahrhundert.

Der Expressionismus und seine Künstler

Georges Braque
Erich Heckel
Alexej Jawlensky
Wassily Kandinsky
Ernst Ludwig Kirchner
Paul Klee
August Macke
Franz Marc
Louis Moilliet
Otto Mueller
Gabriele Münter
Max Pechstein
Pablo Picasso
Karl Schmidt-Rottluff

Als Protest gegen Bürgertum und Ordnung wurde der Expressionismus bis zur Abstraktion der Formen betrieben. Nichts sollte so sein, wie es zur Zeit bestand. Werke entstanden, die den Gegensatz zu Bürgertum, Konvention und Naturnähe ausdrückten.

Expressionismus

Als Protest gegen Bürgertum und Ordnung wurde der Expressionismus bis zur Abstraktion der Formen betrieben.

Kunst – Theorie der Praxis

In der Bildenden Kunst ist der abstrakte symbolische Interaktionismus Gegenstand der Kunsttheorie, d.h. Es wird hinterfragt, wie Handlungen zustande kommen, wie diese Stilrichtung entstehen konnte und durch weiteren Faktoren, wie beispielsweise der Gestik, Semiotik, Identifizierung und Projektion, beeinflusst und geprägt werden konnte. Bei der Inszenierung eines Bildes ist die Gestik des Künstlers beispielsweise im Pinselstrich erkennbar. Die Ausführung lassen Rückschlüsse auf Gefühle und deren Ausprägungen zu. Selbst abstrahierte Symbolik wird so interpretierbar und erschließt sich dem Betrachter in immer neuen Facetten.